Bilder-Mallorca Teil 1

Bilder-Mallorca Teil 2

Rückfahrt

Karten

1. Tag
Endlich war es soweit, es ist Dienstag, der 26. Mai 2009, und unsere Reise begann.
Die Motorräder waren schon unterwegs und müssten fast in Palma sein.
Lars, Michael, Heiko und ich trafen uns am Düsseldorfer Flughafen. Treffpunkt 4.oo Uhr. Lars kam natürlich eine halbe Stunde zu spät, daher konnten wir nicht zusammen sitzen und keiner des anderen Händchen halten.
Heikos Ausweis war schon ein Jahr abgelaufen, hoffentlich bekommt er in dem Alter noch mal einen neuen.
Der Flug war ziemlich unangenehm,es lag wohl daran ,dass im Sitz vor mir eine Elfe sass, weiblich, 1,90m, 150Kg . Jedesmal wenn dieses Monstrum aufstand und sich wieder setzte, und das passierte so um die 30 mal, fürchtete ich um meine Knie.

In Palma angekommen suchten wir erstmal den Park & Fly Platz, wo der Spediteur mit unseren Maschinen auf uns wartete. Nach einigem Hin und Her und mehreren Telefonaten brachte uns ein Shuttle Bus zum Parkplatz.
Und da standen sie schon! Heil und unversehrt. Schnell verstauten wir das Handgepäck und machten uns fahrbereit.
Das Anlassen der Maschinen zog sofort die Aufmerksamkeit der Leute auf uns, das sollte uns in den nächsten Tagen öfter passieren.
Da Michael eine Harley fährt, bekam er natürlich die größte Aufmerksamkeit, und auch sofort eine Einladung zu einer Ausfahrt ( weiblich 110 Kg ).
Wir verabschiedeten uns dann von den Speditionsfahrern und fuhren endlich los.
Die Fahrt ging Richtung Inca, Sineu, Manacor und Arta, dann weiter nach Capdepera und Cala Ratjada.
Nach dem Einchecken im Hotel, Essen , Einkaufen und ein wenig ausruhen sahen wir uns das Nachtleben von Cala Ratjada an. Nach ein paar Cocktails war Schlafen angesagt.

2.Tag
Nach einem ausgiebigen Frühstück holten wir die Maschinen aus der Garage und fuhren durch Cala Ratjada zur Cala Agulla(der größeren der beiden Badebuchten)
Die riesigen Wellen begeisterten uns total.
Da wir zum Fahren hier waren und nicht zum Surfen, fuhren wir über Manacor nach Palma,dort wollten wir im Fährhafen Tickets für die Rückfahrt kaufen.
Nach längerer Suche fanden wir schließlich das Büro einer Fährlinie und konnten dort die Überfahrt nach Barcelona buchen.
In Palma angekommen, haben wir natürlich auch die bekannte Kathedrale “La Seu” fotografiert.
Dann fuhren wir durch das Labyrinth der Altstadt, seltsamerweise nur Einbahnstraßen. Wir sahen zu, dass wir so schnell wie möglich aus diesem Gewirr heraus kamen und fuhren zu dem hiesigen Harley Dealer.
Nein, es war nichts kaputt,!! Michael wollte T-Shirts kaufen. Da der Laden geschlossen war, machten wir uns auf den Weg über Calvia in Richtung Andratx.
20 Kilometer nur Kurven, keine Gerade länger als 50m, das Grinsen bekamen wir nicht mehr aus dem Gesicht.
Ab So Bosc begann die Abfahrt und wir bekamen einen ersten Eindruck von dem, was uns in den Bergen erwartete.
In Andratx angekommen fuhren wir weiter zum Hafen. Der Hafen mit seinen vielen Yachten ist einer der schönsten Plätze auf Mallorca. Dicht an dicht drängen sich pastellfarbene Fischerhäuser am Naturhafen. Läden und Restaurants haben sich eingenistet, doch ohne Strand und Hotelburgen konnte sich das Dorf viel Flair bewahren. Am gegenüberliegenden Berg liegt die Wohngegend der Reichen und Superreichen.
Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Zuvor erzählte uns eine Kellnerin, vor deren Lokal wir unsere Motorräder abgestellt hatten, das von unseren Motorrädern wenigstens 50 Fotos von vorbeigehenden Touristen gemacht wurden..
Wir fuhren nun über die gut ausgebaute Küstenstraße nach Palma, am Hafen vorbei, in dem gerade ein Flugzeugträger eingelaufen war, und weiter zurück nach Cala Ratjada.
Nach 10 Stunden waren wieder im Hotel. Schnell haben wir uns Landfein gemacht, um uns ins Nachleben zu stürzen.
Nachdem wir Heiko zum wiederholten Mal die Sache mit der Vorwahl nach Deutschland erklärt haben, ist er noch entjungfert worden, er hat seinen ersten Caipi getrunken.
Nach einem Absacker an der Hotelbar war dann um 2.oo Uhr Bettruhe angesagt.

3.Tag
Cap Formentor stand für diesen Tag auf dem Programm, jeder der schon mal dort war weiß , dass diese Strecke “Hardcore” ist.
Aber zuvor machen wir eine Kaffeepause in Arta. Dieses kleine Städtchen mit Cafes, Galerien verwinkelten engen Gassen hat sich in den letzten Jahren mächtig herausgeputzt. Ein Besuch lohnt sich immer, übrigens hat auch Donovan ein Haus in Arta.
Weiter geht es über die Küstenstraße nach Can Picafort, der Touristenhochburg in der Bucht von Alcudia.
Und wieder mußten wir Touris verjagen die am Lack der Moppeds lecken wollten.
Weiter fuhren wir über Alcudia, Port de Pollenca in Richtung Formentor. Schon die ersten fünf Serpentinenkilometer von Port de Pollenca zum Aussichtspunkt (Mirador) Mal Pas waren wahrlich schwindelerregend, wie auch der Spaziergang durch das Labyrinth kleiner Terrassen, Treppen und Aussichtspunkte. Steil fallen die Felsen bis zu 200 m ins Meer ab. Unten donnert das tiefblaue Meer gegen die Felsen.
Weiter ging es nach Formentor mit seiner Badebucht Cala Pi. Da uns 5€ Parkgebühren zu teuer war bewegten wir die Motorräder weiter Nach Cap Formentor. Nach einer kurzen Fahrt durch einen Pinienwald begannen die unzähligen Kurven, Kehren und Spitzkehren.
Am Cap angekommen wurden wir mit einem phantastischen Ausblick aufs Meer und die Felsenlandschaft am Ende Mallorcas belohnt.
Nach einem Kleinen Imbiss ging es über Arta nach Cala Ratjada zurück.
Schlummertrunk, wie gehabt.

4. Tag
Schon am frühen Morgen war es sehr heiß. Lars wollte zur Calla Agulla, spannen, quatsch, natürlich wollte er sonnen und schwimmen. Der Rest machte sich auf, um nach Palma zu fahren. Michael sollte endlich seine T-Shirts bekommen. Hoffentlich hat uns keiner beim Harley Händler gesehen!

Über die super ausgebaute Strecke fuhren wir zurück nach Arta, es war so wenig Verkehr, dass wir so richtig am Hahn ziehen konnten.

In Arta bei Mika und Crissy, den Inhabern der Cafeteria Sol i Lluna, einer kleinen Tapas - und Cocktailbar, machten wir regelmäßig Kaffeepause. Die Bar ist sehr zu empfehlen, nicht nur wegen der phantastischen Tapas ,die Mika dort zaubert. Auch an diesem Tag haben wir ein paar oder auch mehrere Tapas genascht.
Anschließend haben wir Lars vom Grillen am Strand abgeholt. Er war gut durch, und wir machten uns auf, um zum Hotel zu fahren. Die Hauptstraße wurde wie immer im ersten Gang befahren. ( wir wollten ja leise sein )
Im Hotel angekommen, machten wir ein wenig Maske und ließen diesen Tag, an dem wir etwas faul waren, ausklingen.

5. Tag
Wir wollten wieder in die Berge, also machten wir uns nach dem Frühstück auf, um über Nebenstraßen nach Inca zu fahren. Die Tour führte uns über Manacor, Petra und Sineu. In der Altstadt von Inca machten wir eine Kaffeepause.
Die Fahrt ging weiter nach Selva, wo wir nach Durchfahren der engen Gassen endlich in die Bergwelt eintauchten. Wenige Kilometer weiter kamen wir nach Santuari de Lluc, wo 1229 ein Hirtenjunge ein Bildnis der Jungfrau Maria gefunden haben soll und worauf kurz darauf eine Kapelle entstand, die im 17/18. Jh zum mächtigen Heiligtum ausgebaut wurde. Weiter ging es über kurvenreiche Strecken durch wildzerklüftete Berglandschaften rund um den Macanella (1348). Sa Calobra ließen wir aus. Wer sich mit dem Mountainbike , dem Motorrad oder dem Auto auf diese abenteuerlichste Strecke Mallorcas wagt, sollte sein Fahrzeug wirklich beherrschen.

Die Straße ist 12 Km lang, dabei überwindet sie 800 Höhenmeter( Unzählige Serpentinen, Krawattenknoten, Kurven und Felsstürze ) Wir fuhren in Richtung der beiden Bergseen de Gorg Blau und de Cuber. Diese Bergseen versorgen Palma mit Süßwasser. Nach einer kurzen Fahrt durch einen Tunnel machten wir auf einem kleinem Parkplatz Rast. Wir wurden mit einem wunderbaren Blick auf Soller belohnt. Wir sahen aber auch, was uns bei der Abfahrt erwartete, Serpentinen Spitzkehren und Kurven. Die Fahrt aus 980 Meter Höhe bis auf das Meeresniveau dauert endlos, jedesmal wenn man einen Blick ins Tal werfen konnte, hatten wir das Gefühl, keinen Meter näher gekommen zu sein. Aber irgendwann war es doch soweit, unser Ziel war erreicht und wir fuhren zum Port de Soller. Nach einem kleinen Imbiss und Bestaunen einer Straßenbahn mit nostalgischen Holzwaggons fuhren wir zurück in Richtung Soller, und weiter durch einen Tunnel ( Maut ) Richtung Palma.

Nach dem Tunnel bogen wir in Bunyola Richtung Marratxi ab. Ungefähr dort hörte ich zum ersten Male dieses seltsame, unangenehme Geräusch, dass sich sehr schnell verstärkte. Es war Samstag, so gegen vier und mitten in der Pampa!! Keine Tankstelle oder Werkstatt zu sehen. Und keine Menschenseele auf der Straße. In Binissalem suchten wir eine Stelle mit Schatten. In einer kleinen Seitenstraße wurden wir fündig, zufällig fanden wir noch ein wenig Holz. Also nicht lange gefackelt, Holz untergelegt und den Bock auf die rechte Seite gelegt, Rad ausgebaut, Lager ausgeschlagen und neue eingesetzt (sowas hat man doch immer dabei!) Die ganze Aktion hat 45 Minuten gedauert.
Weiter ging es zurück über Inca nach Petra. Dort bogen wir auf eine Nebenstrecke Richtung Arta ab. Die Straße wurde links und rechts von Steinmauern gesäumt, in der Ferne konnten man Fincen erkennen. In Arta haben wir bei Mika und Chrissy wieder ein paar Tapas genossen, anschließend sind wir dann zum Hotel zurückgekehrt. Über den weitern Verlauf des Abends gibt es heute keine Auskunft.

6.Tag
Nach dem Frühstück mussten wir uns ein wenig beeilen, da wir in Arta einen Termin mit Frank Tegtmeyer ( er heißt wirklich so ) hatten. Frank ist Redakteur und Herausgeber der “Zeitung für Mallorca” einem deutschsprachigen Magazin für die Region Arta. Ich hoffe ich habe das richtig wieder gegeben.
Bevor wir durch die verwinkelten Gassen zur Burg hochfuhren ,verabschiedeten wir uns von Mika und Crissy, unsere Rückreise stand uns ja nun bevor. Auf der Burg angekommen, durften wir mit unseren Motorrädern sogar in den Innenhof, wo einige Fotos für die Inselzeitung gemacht wurden.
Danach fuhren wir weiter. Unser Ziel war das kleine verträumte Fischerdorf in der Nähe von Palma, -El Arenal-.
Zuvor besuchten wir Cala Millor, diese wenig anziehenden Betonwüste, aber mit einem wunderschönen Strand .Wir hielten uns nicht lange auf, sondern fuhren weiter nach Porto Christo und Santany, Zwischendurch kamen wir in eine Regenfront, der wir aber noch ausweichen konnten. In der Nähe von Campos hat es uns aber doch erwischt, wir suchten notdürftig Schutz unter ein paar Bäumen, um den Regenguss abzuwarten.
Wir beschlossen die Tour abzubrechen und dahin zurück zu fahren ,wo es nicht regnet. In Canyamel kehrten wir ein, um eine Kleinigkeit zu essen ( Entrecote - 400g ). Zurück in Cala Ratjada machten wir erstmal eine kleine Siesta, bevor wir am Abend ein wenig durch den Ort schlenderten und Arnys ehemaligen Stammtischbruder besuchten, der einen Roller - und Motorradverleih betreibt.
( www.mallorca-easy-rider.com )
Mit 1-8 Getränken ließen wir den Tag ausklingen.

7.Tag
Der letzte Tag auf Mallorca, Micha und Lars wollten einen Strand -und Badetag einlegen. Das Risiko ,dass die Leute von Greenpeace versuchen würden mich ins Wasser zu ziehen, wollte ich nicht eingehen, also erkundeten Heiko und ich Cala Ratjada. Wir mussten ja auch noch ein wenig Drachenfutter besorgen.
Am Nachmittag ging es ans Packen und Aufsatteln, zum Glück hatten wir eine große Garage, in der unsere Motorräder gut verwahrt waren.
Der Ruhetag hat uns gut getan, die kommenden Tage würden sehr anstrengend werden. 1800 Kilometer erwarten uns!!
Nach einem kleinen Absacker an der Bar und Verabschiedung vom Personal und Geschäftsführerin, war gegen 11.00 Uhr Bettruhe angesagt.

8.Tag
Der letzte Tag auf Mallorca war angebrochen. Zum Glück waren wir zu sehr damit beschäftigt die Zimmer zu räumen und das restliche Gepäck aufzurödeln, so dass wir keine Zeit hatten, trübsinnig zu werden.

Um 9.30 Uhr fuhren wir nach Palma zur Fähre, natürlich genossen wir die Fahrt noch einmal in vollen Zügen.
Die Fähre lag schon im Hafen und wir konnten relativ schnell auf das recht große Schiff. Die Motorräder wurden abgestellt und mit Spanngurten ,die über die Sättel gelegt wurden, festgezurrt. Wir verließen unsdabei voll auf die routinierte Besatzung.
Die Überfahrt verlief sehr ruhig und war sehr langweilig. Der einzige Höhepunkt war, dass Heiko Delphine gesehen haben will.

8. Tag abends
Gegen 19.30 Uhr legte die Fähre in Barcelona an und wir konnten unsere unbeschädigten Motorräder in Empfang nehmen. Langsam fuhren wir von Bord um den Hafen so schnell wie möglich zu verlassen. Man hatte uns erzählt, dass in den Abendstunden der Verkehr in Barcelona rapide zunimmt, dem wollten wir natürlich entgehen. Dass der Kupplungszug von Lars Motorrad noch im Hafengebiet riss, machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Zum Glück hatten wir in unserer Truppe einen Harley Fahrer, der sich mit sämtlichen Schäden, die so auftreten können, auskannte.
Nach dem Wechsel des Kupplungszuges verließen wir den Hafen und stürzten uns in das Verkehrsgewühl.
Nach erneuter Reparatur des Kupplungszuges, fanden wir endlich die C 17, die uns nach Vic bringen sollte. Mittlerweile war es 22.00 Uhr! Als wir ein Formula One entdeckten, steuerten wir dieses auch sofort an.
Nach der Buchung nahmen wir das gesamte Gepäck runter, denn wir befanden uns immer noch in einem Vorort von Barcelona. Die Motorräder wurden mit Ketten miteinander verbunden, zusätzlich kamen Scheibenschlösser und Alarmanlagen zum Einsatz.
Im benachbarten Schnellrestaurant nahmen wir noch etwas zu uns und dann fielen wir total fertig ins Bett.

9.Tag
Am Morgen sattelten wir auf und machten uns und die Maschinen startklar. Nach dem fulminanten Frühstück im Formula One (Kaffee, Croissant, Baguette, Margarine und Marmelade fuhren wir über die gut ausgebaute C17 Richtung Vic und weiter nach Ripoll.
In Ripoll nahmen wir Kurs auf den Col de Áres (1518 m), die Anfahrt zum Pass war endgeil, wieder nur Kurven und Kehren.
Zweimal hielten wir an, um den grandiosen Ausblick zu genießen, der aber noch übertroffen wurde, als wir den Pass erreichten.
Von nun ging es bergab, leider auch mit der Qualität der Strasse. Die Abfahrt gestaltete sich sehr langwierig, da wir mit unseren schweren Pötten sehr vorsichtig fahren mussten.
In Arles-sur-Tech, einem kleinen pittoresken Ort am Fuße der Pyrenäen, legten wir eine Pause ein, um am Marktplatz unseren ersten Kaffe auf französischem Boden zu trinken.
Weiter ging es nach Perpignan.
Als wir die Berge verließen, überfiel uns eine brütende Hitze, auch der Mistral machte uns schwer zu schaffen, leider mussten wir aber durch Perpignan durchfahren, denn wir wollten noch einmal das Mittelmeer sehen. Als Ziel wählten wir Lecate , nach einem kurzen Besuch dieses Touristenparadieses fuhren wir auf die A 9, denn es war mittlerweile 15.oo Uhr geworden und wir hatten noch eine weite Strecke vor uns. Wir fuhren durch das Languedoc an Narbonne , Montpellier und Nimes vorbei.
Als wir die Autobahn in Richtung Uzes verließen übernahm Lars die Spitze, sein Navigationshandy sollte uns führen. Ich glaube wir haben. die gesamte Pampa um den kleinen Ort Saint Pons la Calm abgefahren.
Schließlich kamen wir aber doch an unserem Ziel an, die ehemalige Ölmühle in la Calm, die einem Freund vom Michael gehört. Diese Ölmühle wird zurzeit in ein Bikerhotel umgebaut (www.le-moulin.de).
Es werden mehrere Zimmer und zwei Ferienwohnungen entstehen.
Josef genannt Plato erwartete uns schon, sofort wurde Fleisch auf die Feldschmiede, die als Grill dient, gelegt. Hungrig machten wir uns über die Steaks, Nudeln und das Baguette her. Natürlich gehörten auch ein paar Bier zu diesem gemütlichen Abend.
In einer der Ferienwohnungen hatte Plato in zwei Räumen ein Matratzenlager für uns hergerichtet, in dem wir hervorragend geschlafen haben. Übrigens: Lars schnarcht!!!

10. Tag
Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns gegen 8.30 Uhr in Richtung Montelimar auf. Als wir das Rhonetal erreichten und Montelimar hinter uns gelassen hatten nahmen wir Kurs auf Valence. Von dort wollten wir eigentlich nach Grenoble und zum Genfersee, wir mussten diesen Plan fallenlassen, da wir auf der Nationalstrasse doch relativ langsam vorankamen. Kurz vor Lyon fuhren wir wieder auf die Autobahn. Wir befuhren die A6 bis Dijon, dort wechselten wir auf die A36 Richtung Besancon und Mulhouse. Frankreichs Autobahnen zu benutzen ist ein Genuss, obwohl, oder gerade weil sie Maut kosten. Wir haben nicht eine Baustelle gesehen und als vor uns ein Unfall passierte ,waren die Einsatzkräfte innerhalb von fünf Minuten vor Ort. Auffalld ist, dass die französichen Motorradfahrer sehr grußfreudig sind. Wenn sie überholen, strecken sie das rechte Bein aus (zuerst dachten wir, dass sie mal müssten).
Bei Dole verließen wir die Autobahn um ein Hotel zu suchen. Nach einigem Suchen sahen wir ein Schild, dass uns zu einem Formula One führte. Da das Hotel, und die Typen die dort herumlungerten nicht sehr vertrauen erweckend waren, drehten wir um und sahen noch ein Hotelschild. „ Hotel Eric „.
Wir hatten wieder mal Glück, das Hotel hatte 2 Sterne, war absolut sauber, hatte einen abschließbaren Hof für unsere Motorräder und einen Pornokanal, was will man mehr.

11.Tag
Nach dem guten und reichhaltigen Frühstück begaben wir uns wieder auf die Strasse. Wir fuhren in Richtung der Vogesen, unser erstes Etappenziel war Vesoul, dann ging es weiter nach Epinal und Saint-die- des-Vosges. Es war ein sehr entspanntes Fahren durch eine wunderbare Landschaft. Manchmal war die Strasse bis zum Horizont schnurgerade, aber es war eine Berg und Talfahrt, fast wie auf der Achterbahn.
Weiter ging es nach Saverne und Sarrebourg. Nach einer kurzen Rast schlugen wir den Weg nach Metz ein.
Wir sind dann eine Strecke von 50 Kilometern gefahren, an der es keine Tankstelle gab. Meine Tankanzeige leuchtete schon seit geraumer Zeit, als wir durch einen kleinen Ort kamen ,der 2 Tankstellen hatte. Leider hatten wir nicht die dafür benötigten Kundenkarten. Wir fuhren weiter, kamen aber nicht sehr weit, da ich keinen Sprit mehr hatte.
Zum Glück habe ich ja immer Reserve dabei. Als wir in Solgne endlich tanken konnten, war auch diese Reserve fast aufgebraucht.
Nun begann wieder die Suche nach einem Hotel, leider fanden wir in Metz kein ansprechendes Hotel, als fuhren wir weiter nach Thionville.
Aber auch dort gab es keinen Ort wo wir unsere Motorräder über Nacht abstellen wollten. Mittlerweile war es 20.oo Uhr und wir kehrten bei einem amerikanischen Millionär zum Essen ein. Wir überlegten ob es nicht besser wäre durchzufahren.
Auf dem Parkplatz zogen wir uns etwas Wärmeres an und los ging es über Luxemburg und der Eifel, nach Hause. In der Eifel war es sehr, sehr kalt. Gegen 1.30 Uhr waren Heiko und ich (Micha und Lars etwas früher) wieder zu Hause. Das war die Königsetappe. (780 Kilometer davon 342 Kilometer Autobahn)

Die ganze Reise war ein Abenteuer, aber wir haben jede Minute genossen und würden es bestimmt wieder tun.