Unsere Tour de France :
1.Tag
Der Urlaub beginnt. Abfahrt pünktlich um 8 Uhr vom Parkplatz Reusrath an der A3. Der Erste Tankstop war in der Eifel am schwarzen Mann, wo wir auch unser erstes Highlight hatten. Georg hatte seine gesamten Papiere vergessen inklusive Kreditkarten. Heiko, Jürgen und Lars fuhren erstmal weiter über Land nach Luxemburg. Treffpunkt mit Georg sollte dann in Frankreich sein. Nach dem wir Georg in Frankreich wieder eingesammelt hatten, ging es weiter nach Dole, unserem ersten Etappenziel. Wir kannten das Hotel ja schon aus dem Vorjahr und so ging das Einchecken, Abrödeln und Frischmachen schnell. Leider war das Restaurant aus dem Vorjahr geschlossen und wir mussten ausweichen… schwerer Fehler, das Essen war mies, aber es kann ja nur besser werden. Nach dem sogenannten Essen und ein paar Bieren ging es nach 660km auf den Böcken zu Bett.
2.Tag
Abfahrt war um 9 Uhr und das Ziel hieß Ales. Erst über die Autobahn, nach ein paar Kilometern verließen wir diese und fuhren über Landstrassen. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim hiesigen amerikanischen Gourmet-Restaurant, wo sich auch eine Tankstelle befand (nur Lars tankte), fuhren wir von der Autobahn runter. Das neue Navi von Jürgen führte uns durch unsäglich viele Kurven, auch viele 180Grad Kehren auf 800 Höhenmeter. Die Straße war ziemlich mies und mit Rollsplitt übersät. Lars und Heiko hatten Spaß, endlich Kurven… Jürgen nicht so… und Georg ?! Ja, Georg sucht eine Tankstelle. Wir erinnern uns… da war eine…
Tankstellensuche in Frankreich.. ein Déjà-Vu… siehe 2009. Feiertags haben die Tankstellen zu und man kann nur mit Karte tanken. Mit französischen Karten. Georg fing schon an zu schwitzen, aber an einer dieser Tankstellen half ihm ein netter Franzose as. Er konnte auf seine Kreditkarte tanken und zahlte in Bar aus. Nach dem auch die kleine 1500er wieder aufgetankt war ging es entspannt weiter nach Ales. Entspannt?!... nicht wirklich, unsere 1800er Fahrer beklagen sich über Arschschmerzen… dieses Gejammer mussten wir bis zum Schluss ertragen!
In Ales angekommen mussten wir leider feststellen das das Hotel welches wir uns ausgeguckt hatten ausgebucht war, aber das nette Mädel an der Rezeption telefonierte kurz und genau gegenüber im Hotel Delltour waren noch 4 Einzelzimmer frei. Also einchecken, abrödeln und frisch Machen: Dann ging es in die Innenstadt mit dem Taxi. Essen und trinken im Eu Bureau… echt klasse dort und wir entschlossen uns jeden Abend den wir in Ales sein sollten hier zu essen. So gegen 22 Uhr wollten wir wieder das Taxi rufen und wir hörten am Telefon nur ein Oui… nach 1h war immer noch kein Taxi zu sehen und wir entschlossen uns zu Fuß zu gehen… das war der Moment wo wir uns entschlossen haben die nächsten Tage mit den Mopeds zu fahren. Nach 1h Fußmarsch gingen wir ins Bett. Völlig kaputt, denn wir saßen ja auch 465km auf den Motorrädern.
3. Tag
Heute stand eine Tour an der Adeche entlang an. Wir waren wieder heiß auf Kurven….Diese wurden uns gegeben und ganz viel Natur… die haben ne menge davon in Frankreich… soll man nicht meinen… ist aber so.
Mittags ein kleiner Imbiss an der Ardeche und dann ging es Richtung Hotel. Wir wollten noch etwas einkaufen. Wasser und Spaßmacher. Danach haben Jürgen und Lars sich noch jeweils eine große Tasche gekauft, welche das Abrödeln um ein vielfaches erleichtern sollte. Jürgen shoppte noch etwas in der Reitsportabteilung. Als Unterlage für seinen geschundenen Hintern…
Abends ging es dann wie schon erwähnt mit den Mopeds zum Essen… Zum wiederholten Male lenkte Heiko die Aufmerksamkeit auf sich… Alarmanlage angelassen und aufgestiegen…
Nach 185km mit vielen Kurven und viel Natur war um 22 Uhr wieder Bettruhe angesagt.
4.Tag
Heute sollte es nur eine kleine Tour werden. Wir wollten nach Nimes um etwas Kultur zu sehen: Amphitheater Kaffee …. Dann ging es Richtung Hotel, mit einem kleinen Abstecher zu Plato, den wir ja auch im Vorjahr besucht hatten. Da er nicht zu hause war ging es weiter. Nach einem kleinen Snack in einer Aubergers fuhren wir zurück nach Ales.
Abends wie zuvor auch : Eu Bureau und dann ins Bett. Gefahren sind wir heute nur 143km.
5. Tag
Heute brachen wir unser Zelt in Ales ab. Ziel war die Cote d’Azur. Zuerst wollten wir Kilometer machen über die Autobahn bis Frejus und von dort aus an der Küste entlang bis nach Menton.
In Cannes haben wir einen kleinen Stopp eingelegt uns ganz dekadent einen Burger bzw. Wurst am Strand gegessen. Zum wiederholten Male musste Lars dem Heiko helfen seine neue 1800er aufzurichten, weil diese zu schräg Stand. 395kg Leergewicht wollen erst einmal bewegt werden.
Aus Cannes raus gab es wieder Kurven, Kurven, Kurven… und immer ein herrlicher Blick aufs Mittelmeer… weiter ging es nach Nizza… dort war Stopp and go angesagt… Rush-Hour halt. Hier machte Jürgens Dicke das erste Mal Geräusche. Heißgelaufen? Radlager ? Bremsen ? Egal… erst einmal weiter… Durch Monaco nur durch, da es dort ziemlich bewölkt war und der Verkehr auch nur ein langsames Fahren zuließ. In Menton angekommen, fanden wir auch schnell unser Hotel… es sollte das schlechteste Hotel unserer Reise werden…
Nach 377km gönnten wir uns eine Pizza, ein paar Whisky-Cola und ein paar Bier bis wir zufrieden mit dem erlebten ins Bett gingen.
6. Tag
Heute lagen 485km vor uns. Ziel war der Gardasee und ein Hotel hatten wir noch nicht gebucht. Es sollte ein Tag voller Überraschungen werden.
Zuerst gab es die 1000-Tunnel-Tour. Das was die Franzosen eine Autobahn nennen ist bei uns eher eine bessere Landstrasse mit 45 ° Grad Kurven, wo aber 110 erlaubt ist…. Uiuiuiui.. Wenn wir keinen Tunnel durchfuhren, fuhren wir über eine Brücke… und das immer am Meer entlang. Eigentlich schön, wenn wir nicht den ersten Regen auf unserer Tour abbekommen hätten. Am Gardasee angekommen fing die Hotelsuche an. Die Unterkünfte die wir uns im Vorfeld ausgeguckt hatten waren leider schon ausgebucht. Georg hatte dann einen Treffer über die Tourenfahrer-Hotels. Die Übernachtung sollte 33€ mit Frühstück kosten. Was mochte das wohl für ne Absteige sein?!... Naja, wir hatten schon 18.30 Uhr und irgendwo mussten wir ja schlafen… also los…erst einmal um den halben See herum, dann kam der erste Tunnel, dann der Zweite…. Insgesamt über 5km ! Dann bogen wir ab in die „Pampa“…. Wo waren wir denn jetzt? Eine Kurve folgte der Nächsten und dabei waren auch 3 180Grad kurven, in denen richtig Höhenmeter gemacht wurden….und dann stand da unsere Unterkunft… mitten am Berg mit einem herrlichen Blick auf den Gardasee… schien doch nicht soooo schlecht zu sein. Wir checkten ein und bezogen unsere Zimmer. Georg und Lars hatten beide eine Terrasse mit Blick auf den See und ins Tal… malerisch…Zimmer waren einfach aber sauber. Und das zu dem Preis… wo war der Haken? Es sollte keinen geben. Als wir auf die Speisekarte schauen stellten wir mit Vergnügen fest das auch diese Preise ansprechend waren. Dieses Hotel war einfach nur ein Glücksgriff und wir können es nur wärmstens weiterempfehlen.
7.Tag
Heute war „Ruhe“ angesagt… wir wollten uns etwas schonen, da wir am nächsten Tag die 5-Seen Tour fahren wollten. Also ging es nach einem guten Frühstück ab nach Riva. Zum Frühstück gab es schon Kurven. Wir mussten den Berg ja wieder runter. Ein wenig Shopping und nen Kaffee und dann ging es wieder auf den Berg. Heute hatten wir nur 60km auf der Tour, aber einen entspannten Tag.
8.Tag
Heute stand die 5-Seen-Tour an. Leider fing es mitten in den Bergen an zu regnen… aber richtig. Innerhalb von Minuten durch waren wir durchnässt. Unser Tempo bewegte such gegen 0. Dann konnten wir endlich anhalten und uns Regenklamotten überziehen und weiter ging es durch die Berge. Keine Gerade länger wie 50m und das bei nasser und nicht so toller Fahrbahn. Die Tour sollte eigentlich 270km lang sein, um 12 Uhr hatten wir gerade den 3. See erreicht und hatten noch 200km vor uns. Zu v viel für den Tag dachten wir uns und machten aus der Tour eine 3 Seen Tour und fuhren im Bogen zurück zum Hotel. Sind wir eben nur 150km gefahren… na und?! Schön war’s trotzdem….
9.Tag
Abreise vom Gardasee Richtung Meran, wo wir Ronny von den Nordbikern besuchen wollten. Die Großwetterlage hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten den Großglockner streichen. Wir entschieden uns über den Reschenpass zu fahren und Meran lag nun mal auf dem Weg. Vom Gardasee aus ging es stetig bergauf in langgezogenen Kurven. Genau das Richtige für unsere dicken Bikes. Das Navi spann wieder, aber nach einigem kreuz und quer fanden wir den richtigen Weg. Nach dem Mittagessen ging es zum Reschenpass. Die Biker die uns entgegen kamen hatte alle Regenkleidung an, also entschieden wir uns auch welche anzuziehen. Dies war eine gute Entscheidung. Nicht wegen dem Regen, sondern wegen der Kälte. Am Vortag soll es dort oben noch geschneit haben und es war lausig. Nachdem wir den Pass passiert hatten, der auf 1540m Höhe liegt, führen wir wieder ins Tal auf ca. 1000m, wo wir anhielten und wieder auf Hotelsuche gingen. Erfolg hatten wir wieder über die Tourenfahrer-Hotels. Das Hotel sollte in einer Entfernung von 10 Km sein, aber Jürgens Navi zeigt nur einen dicken blauen Fleck an, was besagt: Kurven! 10km nur bergauf ! 12 Spitzkehren und einen Höhenunterschied von 400m….nach der 3. Kurve fing es an zu regnen und nach der 7. Kurve hatten wir Schneeregen. Ob wir hier morgen wieder wegkommen???
Das Dorf wo wir landeten war wie ausgestorben. Nur unser Hotel hatte geöffnet und eine Gastwirtschaft. Nach den gefahrenen 288km und nach einem leckeren Essen und ein paar Spaßmachern, die wir mit Bier runterspülten ging es ins Bett, mit der Hoffnung das es in der Nacht nicht schneien möge.
10. Tag
Heute sollten wir nach Deutschland zurückkehren. Nach einem guten Frühstück ging es wieder bergab… wieder Kurven zum Frühstück. Aber es war trocken… noch!
Bald fing es leicht an u nieseln und wir entschlossen uns die Gummisachen anzuziehen, was sich später als eine gute Entscheidung herausstellen sollte.
Wir fuhren über das Tannheimer-Tal Richtung Deutschland. Dort regnete es richtig und die Abfahrt vom Ober-Joch hinunter wäre ein Spaß gewesen wenn es nicht so geregnet hätte… aber lustig war es trotzdem. Langsam wurde das Wetter besser, bzw. trockener. Ziel für heute sollte die Umgebung von Stuttgart sein. Dort fanden wir auch ein Etap wo wir nächtigen konnten. Dieses mal brauchten wir nur 3 Zimmer, da Georg durchgefahren war… Selbständige eben…
11. Tag
Heimreise via Autobahn…. Nur noch heim….
War ein toller Urlaub….